In industriellen Anwendungen belasten Prozess-Aerosole, Stäube und Abrieb die Lüftungs- und Abluftsysteme besonders stark.
Typische Quellen:
- Metall- und Kunststoffbearbeitung: Öl-/Emulsionsnebel, Spänefeinstaub, Abrieb.
- Lebensmittel- und Chemieproduktion: Fett-/Stärkeaerosole, Zuckerstaub, Lösungsmittelanteile.
- Werkstätten/Lager: Gummi-/Textilabrieb, mineralische Stäube.
Auswirkungen:
- Erhöhter Druckverlust, verklebte Lamellen, reduzierte WRG-Leistung.
- Korrosion und Materialermüdung durch chemisch aktive Bestandteile.
- Brand- und Geruchsrisiken, verschärfte Anforderungen an Filter und Entsorgung.
Vorgehen von Haustechnik²:
- Lastanalyse und Probenahme, Auswahl geeigneter Filterstufen (z. B. ePM1/ePM2.5, Vorabscheider, ggf. HEPA).
- Kombination aus mechanischer Reinigung, CIP/chemischer Behandlung bei hartnäckigen Belägen.
- Schutzmassnahmen: Optimierte Kondensatführung, Korrosionsschutz, zusätzliche Revisionsöffnungen für kurze Reinigungszyklen.
- Mess- und Nachweisführung: Differenzdrucktrends, Luftmengen, Fotoprotokoll, Intervallanpassung.
Nutzen:
- Konstante Prozessluftqualität, niedrigere Energiekosten und höhere Betriebssicherheit trotz hoher Schmutzlast.