Ursachen für Gerüche in Lüftungskanälen sind meist Rückstände, die mit der Zeit riechaktive Verbindungen freisetzen:
- Fett- und Ölfilme aus Küchenabluft, die oxidieren und ranzig riechen.
- Biofilm und feuchte Staubnester in Kondensatbereichen.
- Stagnierende Luft, tote Leitungsabschnitte oder fehlerhafte Gefälle/Kondensatableitung.
- Undichtigkeiten, die Fremdluft aus Schächten, Nassräumen oder Müllzonen ansaugen.
- Aktivkohlefilter am Ende der Standzeit bzw. unpassende Abscheidetechnik.
Vorgehen von Haustechnik²:
- Befundaufnahme mit Geruchspfad-Analyse, Endoskopie und, falls nötig, TVOC-Trendmessung.
- Mechanische Reinigung/Entfettung der Kanäle, Hauben und Abluftkomponenten.
- Sanierung von Kondensatführung (Gefälle, Siphons), Beseitigung von Stagnationszonen.
- Dichtheits- und Druckbilanzprüfung zur Vermeidung von Falschluft.
- Optional: CIP/chemische Tiefenreinigung, Aktivkohle- oder Photokatalyse-Lösungen.
- Nachweis: Vorher-/Nachher-Vergleich, Messwerte, klare Intervall-Empfehlungen.
Nutzen:
- Nachhaltige Geruchsminderung statt kurzfristiger Überdeckung.
- Bessere Hygiene und konstanter Volumenstrom.