Entkeimung kommt als Sondermassnahme zum Einsatz, wenn erhöhte Keimlast, problematische Gerüche oder hartnäckiger Biofilm vorliegen. Zwei praxisbewährte Ansätze sind UV‑C und chemische Entkeimung.
Methoden und Einsatz:
- UV‑C-Entkeimung: Direktbestrahlung von Befeuchterbereichen, Tropfenabscheidern oder Luftströmen. Vorteil: kontinuierliche Keimreduktion ohne Rückstände; Voraussetzung: korrekte Dosierung, Abschirmung und Sicherheit.
- Chemische Entkeimung: Einsatz geeigneter Wirkstoffe nach mechanischer Vorreinigung. Geeignet zur schnellen Reduktion von Keimen auf Oberflächen und in Sammelbereichen. Erfordert exakte Dosierung, Einwirkzeit und gründliches Spülen/Neutralisieren.
- Validierung: Schnelltests (z. B. ATP), stichprobenartige mikrobiologische Proben, Geruchs- und Sichtkontrolle.
Vorgehen von Haustechnik²:
- Befundaufnahme und Risikoanalyse, Auswahl des passenden Verfahrens (UV‑C, chemisch oder Kombination).
- Erstellung eines Sicherheits- und Sperrkonzepts für den Arbeitsbereich.
- Dokumentierte Prozessparameter (Leistung/Dosis, Konzentration, Einwirkzeit) und Freigabe nach Prüfungen.
Vorteile:
- Schnelle, zielgerichtete Reduktion der Keimlast.
- Verbesserte Hygiene und Geruchssituation, verlängerte Standzeiten von Komponenten.
Hinweis:
- Entkeimung ersetzt keine Grundreinigung. Mechanische Entfernung von Ablagerungen ist Voraussetzung für nachhaltige Wirkung.