CO₂ und TVOC (Total Volatile Organic Compounds) sind praxisnahe Indikatoren für die Luftqualität in Innenräumen und liefern wertvolle Hinweise auf den Hygienezustand von Lüftungsanlagen und Nutzungsbereichen.
Warum CO₂/TVOC messen:
- CO₂ als Belegungs- und Lüftungsindikator: Erhöhte CO₂-Werte deuten auf unzureichenden Aussenluftanteil hin. Das kann auf falsch eingestellte Volumenströme, verstopfte Filter oder verschmutzte Wärmetauscher hindeuten.
- TVOC als Belastungs- und Geruchsindikator: Erhöhte TVOC-Werte weisen auf Emissionen aus Materialien, Reinigungsmitteln, Fetten, Kochprozessen oder mikrobieller Aktivität hin. Persistente TVOC-Spitzen können auf verschmutzte Kanäle, Fettablagerungen oder Biofilm hindeuten.
- Trend statt Einzelwert: Zeitreihen und tageszeitliche Muster zeigen Zusammenhänge zwischen Nutzung, Lüftung und Verschmutzung klarer als Punktmessungen.
Typische Grenz- und Zielwerte (orientierend):
- CO₂: Zielbereich meist 600–1’000 ppm in normal genutzten Räumen; dauerhaft >1’200 ppm spricht für Optimierungsbedarf.
- TVOC: Möglichst niedrig halten; dauerhafte Erhöhungen oder Geruchsbeschwerden sind Anlass zur Befundaufnahme.
Vorgehen von Haustechnik²:
- Monitoring: Mobile oder fest installierte Sensorik, Kurzzeit- und Langzeitmessungen, Vergleich von Innen-/Aussenluft.
- Diagnose: Abgleich der Messdaten mit Filterzuständen, Luftmengen, Betriebszeiten, Küchenabluftlasten und Reinigungsstatus.
- Massnahmen: Filterwechsel/Upgrade, Reinigung von Kanälen und Wärmetauschern, Optimierung des Aussenluftanteils, Anpassung Betriebszeiten.
- Nachweis: Vorher-/Nachher-Vergleich der Zeitreihen, Bericht mit klaren Empfehlungen und Intervallplanung.
Ihr Nutzen:
- Frühwarnsystem für Hygiene- und Effizienzprobleme.
- Bessere Raumluftqualität, geringere Beschwerden, nachweisbare Optimierung der Anlage.