CIP (Cleaning in Place) bezeichnet die ortsfeste, zirkulierende Reinigung von Anlagenteilen ohne Demontage. In der Lüftungs- und Haustechnik nutzt man CIP- oder chemische Reinigungsverfahren für hartnäckige Ablagerungen, komplexe Geometrien oder hygienekritische Bereiche.
Einsatzszenarien:
- Starke Fett-/Ölablagerungen in Küchenabluft-Komponenten, Wärmerückgewinnung oder schwer zugänglichen Kanalabschnitten.
- Kalk- und Biofilmverschmutzungen in Befeuchtern, Tropfenabscheidern, Kondensatwannen und Wärmetauschern.
- Geruchsprobleme durch tief sitzende Rückstände, die mechanisch nur unvollständig entfernt werden.
Verfahrensprinzip:
- Auswahl geeigneter Medien: Entfetter/Alkalreiniger gegen Fette, saure Reiniger gegen Kalk, oxidativ/biologisch wirksame Mittel gegen Biofilm – jeweils materialverträglich.
- Zirkulation/Einsprühen: Dosierte Applikation mit definierter Einwirkzeit, Temperatur und Strömung, gefolgt von gründlichem Spülen bis Neutralität.
- Sicherheit: Schutz der Umgebung, Dichtheits- und Materialprüfung, sichere Entsorgung der Spülmedien.
- Validierung: Wischproben/ATP-Schnelltests, Leitfähigkeit/pH-Kontrolle der Spülgänge, dokumentierte Freigabe.
Leistungen von Haustechnik²:
- Befundaufnahme und Probeverschmutzung-Analyse zur Mittel- und Parameterwahl.
- Temporäre CIP-Setups: Schläuche, Pumpen, Sprüh- oder Zirkulationssysteme, Auffang- und Spüleinrichtungen.
- Kombination mit mechanischer Vorreinigung für maximale Wirkung.
- Vollständige Dokumentation: Prozessparameter, Fotos, Messergebnisse, Empfehlungen für Prävention und Intervalle.
Vorteile:
- Tiefenwirksame Reinigung ohne vollständige Demontage.
- Reduzierte Stillstandszeiten und verbesserte Hygiene.
- Nachweisbare Wiederherstellung von Effizienz (Druckverlust, Wärmeübertrag).