Wohnraumlüftung reinigen lassen

Muffige Gerüche, spürbar weniger Zuluft oder trockene Luft trotz Filterwechsel? Bei zentralen Komfortlüftungen steckt die Ursache oft tiefer: Ablagerungen an Ventilen, am Wärmetauscher oder in Kanalabschnitten.

Warum eine Wohnraumlüftung regelmässig gereinigt werden sollte

Über die Jahre lagern sich Hausstaub, Pollen und Partikel an Ventilen und in Kanälen ab. In Feuchtebereichen – rund um Kondensatablauf und Wärmerückgewinnung – bilden sich zusätzlich mikrobielle Beläge (Biofilm).

Ohne Reinigung zeigen sich oft mehrere Effekte gleichzeitig

Gerüche nehmen zu

Ablagerungen am Wärmetauscher und in Kondensatbereichen verursachen muffige Gerüche in den Wohnräumen.

Luftmengen sinken

Verschmutzte Ventile und Kanäle drosseln den Luftdurchsatz – einzelne Räume erhalten spürbar weniger Frischluft.

Höherer Stromverbrauch

Ventilatoren müssen stärker arbeiten, um die gleiche Luftmenge zu fördern – das kostet Energie.

Wichtig

Neue Filter stoppen frische Partikel, entfernen aber keine bestehenden Beläge im Gerät. Genau dort entstehen Geruchs- und Leistungsprobleme.

Vorher
Lüftungskanal Wohnraumlüftung mit starken Staubablagerungen vor der Reinigung

Staubablagerungen im Lüftungskanal

Nachher
Lüftungskanal nach professioneller Reinigung durch haustechnik²

Nach der Reinigung durch haustechnik²

Vorher
Verschmutzte Regelklappe (Jalousieklappe) KWL-Anlage mit Staubbelägen vor der Reinigung

Regelklappe (Jalousieklappe) mit Ablagerungen

Nachher
Regelklappe (Jalousieklappe) KWL-Anlage nach professioneller Reinigung durch haustechnik²

Nach der Reinigung durch haustechnik²

Wann reinigen lassen: Intervalle und typische Auslöser

Die SWKI VA104-01 dient als Orientierung für Intervalle. Gerät und Luftverteilung haben unterschiedliche Verschmutzungsbereiche. Herstellerangaben bleiben massgebend.

BereichOrientierungZweck
Filterwechsel1–2× jährlichSchutz der Anlage und gegen Keimbildung
GerätewartungAlle 2–3 JahreFunktion, Hygiene, Effizienz
KanalprüfungCa. alle 5–7 JahreBedarf erkennen, Schäden vermeiden
KanalreinigungBei Bedarf nach PrüfungAblagerungen sicher entfernen

Typische Auslöser für eine Reinigung

Geruch trotz frischer Filter

Inspektion von Wärmetauscher, Kondensatführung und Ventilen klärt die Ursache.

Nach Renovation oder Umbau

Baustaub verteilt sich bis in Ventile und Leitungen. Kontrolle verhindert dauerhafte Ablagerungen.

Weniger Luft in einzelnen Räumen

Oft sind Ventile verschmutzt oder verstellt. Reinigung und Funktionscheck helfen.

Neubau oder Stillstandszeit

Hygienische Erstbeurteilung vor Erstbezug empfohlen.

Mehrere Wohnungen im Objekt

Gebündelte Planung reduziert Aufwand und Kosten.

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Was wird gereinigt – und wie läuft eine professionelle Reinigung ab?

Eine seriöse Reinigung umfasst alle luft- und feuchteführenden Bereiche:

  • Zu- und Abluftleitungen
  • Aussenluftkanal inkl. Gitter
  • Luftauslässe und Ventile
  • Geräteinneres mit Ventilatoren und Wärmerückgewinnung
  • Filterbereich und Kondensatabführung
  • Bei Bedarf Fortluftkanal

Ablauf der Reinigung

1

Inspektion

Sichtbare Verschmutzung, Feuchteauffälligkeiten und Komponentenzustand beurteilen.

2

Kanalreinigung

Mechanische Bürsten mit Unterdruckabsaugung – gelöste Partikel gelangen nicht in die Räume.

3

Gerätereinigung

Empfindliche Bauteile schonend reinigen. Wärmetauscher korrekt trocknen.

4

Funktionsprüfung

Ventile einsetzen, Luftmenge prüfen, Sollwerte abgleichen.

Nachvollziehbare Übergabe

  • Fotodokumentation – Befund und Zustand nach der Reinigung
  • Kurzer Bericht – Umfang, Vorgehen, Auffälligkeiten und Empfehlung
  • Hinweise zum Betrieb – Filterstrategie und sinnvolle nächste Kontrolle

Praxisbeispiel

Minergie-Einfamilienhaus, Region St. Gallen

Ausgangslage: Wiederkehrende Gerüche, trockene Atemwege.

Befund: Deutliche Beläge im Bereich der Wärmerückgewinnung sowie Staubablagerungen in Zuluftabschnitten.

Ergebnis: Gerüche direkt weg, Luftmenge wieder im vorgesehenen Bereich.

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Häufige Fragen zur Reinigung von Wohnraumlüftungen

Neue Filter stoppen frische Partikel, entfernen aber keine bestehenden Beläge im Gerät. Genau dort entstehen Geruchs- und Leistungsprobleme.

Filter 1–2× jährlich wechseln, Gerätewartung alle 2–3 Jahre, Kanalprüfung ca. alle 5–7 Jahre. Herstellerangaben sind massgebend.

Nein. Wir arbeiten mit mechanischen Bürsten und Unterdruckabsaugung – gelöste Partikel gelangen nicht in die Räume.

Abhängig von Anlagentyp und Verschmutzungsgrad. Wir erstellen Ihnen gerne eine individuelle Offerte nach einer kostenlosen Erstbeurteilung.

Ja. Unsere Methode ist staubfrei und kann während des normalen Wohnbetriebs durchgeführt werden.

Noch Fragen? +41 71 556 55 58

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